dervideospieler kocht 09: Mexikanischer Gemüseeintopf

5 01 2012

Eins gleich vorweg: Ich weiß nicht, ob es so einen Gemüseeintopf tatsächlich so oder so ähnlich in Mexiko gibt. Ich nenne ihn trotzdem so! HA! ;)

Ich bin eigentlich kein besonderer Freund von Gemüse oder Eintopf, aber im Winter tut so etwas durchaus mal gut, und wenn man vernünftig würzt, dann schmeckts auch mir… Was man für diesen Eintopf braucht:

Viel Gemüse! Prinzipiell eignet sich wohl das meiste, was der Gemüsemarkt so hergibt, bei mir waren das:

1 ganzer Blumenkohl
1/2 Wirsing
1 Stange Lauch
2 Zwiebeln
8 Tomaten
1 Kohlrabi
5 Karotten
3 Spitzpaprika
2 Paprika (rot)
1 Chilli Jalapeno

und der Rest:

1 Glas Rinderfond (400ml)
300g Roastbeef
1L Fleischbrühe
1 Päckchen Speckwürfel
1 Bund Petersilie
frischer Koriander
Chillipulver (ich habe Chile Piqiun verwendet, anderes geht aber sicher auch)
Paprikapulver

Das ganze ergab dann einen vollen 5L-Topf, was mit etwas Brot für ca. 8 Personen reichen dürfte.

1. Schritt: Das Fleisch in 1×1 cm Würfel schneiden. Die Tomaten ebenfalls. Die beiden Zwiebeln grob schneiden. Die Speckwürfel langsam im Topf auslassen bis sie schön Farbe angenommen haben. Hitze hochdrehen und die Fleischwürfel dazugeben und kräftig anbraten. Zwiebeln dazugeben. Wenn die glasig sind die geschnittenen Tomaten in den Topf und den Rinderfond dazukippen. Mit etwas Chillipulver (je nach Mut weniger oder mehr ;)) vorwürzen und eine gute halbe Stunde weichköcheln lassen.

2. Schritt: Während das Fleisch vor sich hin köchelt geht es dem Gemüse an den Kragen. Lauch in ca. 1cm breite streifen schneiden. Paprika, Karotten und Kohlrabi würfeln. Den Blumenkohl in einzelnen Röschen teilen. Wirsing grob zerteilen. Die Kerne aus der Jalapeno entfernen und kleinhacken.

3. Schritt: Erst die Fleischbrühe und dann das Gemüse nach und nach in den Topf geben. Meine Reihenfolge war: Lauch, 5 Minuten später Paprika, Karotten, Kohlrabi, wieder 5 Minuten später der Blumenkohl und schließlich weitere 5 Minuten später der Wirsing.

4. Schritt: Abschmecken! Je nachdem was bereits im Pott ist nochmal ordentlich Chillipulver, etwas Paprikapulver, Salz und Pfeffer dazugeben, bis die Brühe schön feurig, aber noch essbar ist ;)

5. Schritt: Wenn das Gemüse noch leicht Biss hat die Petersilie und den Koriander hacken und in den Topf geben und unterrühren (wer sich nicht sicher ist, ob er oder seine Mitesser Koriander mögen dann erst am Tisch im Teller zugeben – für mich gehört er zur mexikanischen Küche aber einfach dazu!), nochmals 5 Minuten warten und fertig ist der Eintopf.

6. Schritt: ESSEN!

7. Schritt: Am nächsten Tag die Reste aufwärmen und nochmal essen ;)

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Source Code (USA, 2011) [BLU-RAY]

20 11 2011

Regisseur Duncan Jones sorgte mit seinem Spielfilmdebut “Moon” 2009 für einen echten Überraschungshit. Dieses Jahr kam dann sein zweiter Film in die Kinos: Source Code. Dieses mal geht es um den Soldaten Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) welcher mit Hilfe einer neuen Technik in den Körper eines anderen Mannes projiziert wird, allerdings nicht in der Gegenwart, sondern in der Vergangenheit. Der Mann ist ein Opfer eines Bombenanschlags auf einen Passagierzug, und Colter muss nun herausfinden, was es mit der Bombe auf sich hat. Dazu hat er allerdings jeweils nur 8 Minuten, dann explodiert das Ding, und er muss wieder von vorne anfangen… täglich grüßt das Murmeltier lässt grüßen. Nur, dass Colter überhaupt nichts an diesem Schicksal ändern kann, die Bombe ist in der Realität explodiert – sie ist nur eine Warnung vor einem viel größeren Anschlag, den es mit der Information aus dem Zug zu verhindern gilt…

Source Code hat mir wirklich toll gefallen – die Idee ist natürlich totaler Blödsinn, aber die Umsetzung ist dafür umso überzeugender gelungen. Spannend, gut gespielt, Action, Romantik, Drama und ein kleiner Twist am Ende, alles vorhanden. Und auch wenn man den Twist kennt verliert der Film nicht wirklich was… definitiv eine Anschau-Empfehlung!

Was ich nicht empfehlen kann ist hingegen die UK-Blu-Ray Version, welche mit nerviger, nicht skipbarer Werbung für Schokoriegel(!!!) den ehrlichen Käufer ärgert. Filmtrailer kann ich ja noch einigermaßen akzeptieren, aber Schokoriegel? Da kommt man sich als Käufer dann doch sehr verarscht vor… Veröffentlichungen von Optimum Home Entertainment werde ich, wenn es geht, in Zukunft meiden…

Text Copyright: Axel Kothe

Jetzt bei Amazon kaufen: Blu-Ray, DVD, Duncan Jones Edition Blu-Ray (Source Code / Moon Doppelpack)



dervideospieler ist jetzt Bookcrosser und lässt seine Bücher durch die Welt reisen…

7 10 2011

Ein jeder Buchliebhaber kennt vermutlich das Problem (so er nicht auf einen digitalen Reader umgestiegen ist): Irgendwann füllen die vielen Bücher die ganzen Regale im Haus. Noch einmal lesen wird man die wenigsten Werke aber zum wegschmeißen sind sie dann doch auch irgendwie zu schade – sie sind ja eigentlich nicht kaputt oder unbrauchbar. Man könnte jetzt hergehen und die Bücher unter Freunden und Verwandten verteilen oder irgendwo Spenden. Doch auch da sind Bücher oft nicht besonders gefragt.

Eine andere Lösung kommt aus den USA und nennt sich Bookcrossing. Statt die Bücher im Regal verstauben zu lassen werden sie von den inzwischen über 1 Millionen registrierten Bookcrossern weltweit einfach in die Wildnis ausgesetzt, wo sie von anderen Menschen gefunden, gelesen und dann wiederum ausgesetzt werden können. Das geht natürlich auch ohne Anmeldung bei Bookcrossing und wird an öffentlichen Bücherschränken, in Hotelbibliotheken und ähnlichen auch schon seit vielen Jahren praktiziert.

Bookcrossing macht das ganze allerdings noch einen ganzen Tick spannender. Dort wird das Buch, bevor es in der Wildnis ausgesetzt wird, auf der Webseite registriert und bekommt eine eigene einmalige Identifikationsnummer, die der User dann zusammen mit einer Information über das Prinzip von Bookcrossing in das Buch schreibt (oder in Form von fertigen Label hineinklebt). Wird das Buch nun von jemanden gefunden kann der Finder die Nummer bei bookcrossing.com eintragen und dem Buch einen Journaleintrag verpassen. Das kann alles sein, von einer kleinen Info, wo er das Buch gefunden hat bis hin zu einer ausführlichen Rezension des Buches – das bleibt vollkommen dem Finder überlassen, genauso ob er sich dazu bei bookcrossing (kostenlos) anmeldet oder dabei anonym bleiben möchte.


Ein ganzer Haufen Bücher will noch freigelassen werden…

Anhand dieser Journaleinträge kann dann der ehemalige Besitzer des Buches (sowie alle bei bc registrierten Finder des Buches) die Reise des Buches nachverfolgen, was durchaus sehr spannend sein kann. Allerdings muss man dazu sagen dass die allermeisten Bücher keine Journaleinträge erhalten oder diese teilweise erst nach Jahren erfolgen. Das bedeutet aber nicht, dass die Bücher so lange in der Wildnis rumliegen, sondern einfach nur, dass der Finder aus diversen Gründen sich gegen einen solchen Eintrag entschieden hat – was ja auch ok ist, schließlich ist das ja nur ein kleiner (wenn auch besonders spannender) Teilaspekt von Bookcrossing. Umso mehr freut man sich, wenn doch mal ein schöner Journaleintrag kommt, so wie mein bisher einziger, wo das Buch von Hamburg inzwischen nach Dänemark gereist ist.

Aber wo kann man denn Bücher überall aussetzen? Eigentlich überall wo Menschen vorbeikommen! In Acht nehmen sollte man sich nur vor übereifrigem Reinigungs- oder Sicherheitspersonal (Flughäfen z.B.), ansonsten bietet sich eigentlich alles an. Ob in einer OBCZ (Offizielle Bookcrossing Zone), einem Wartezimmer einer Arztpraxis, die Bank an der Bushaltestelle, Bahnhof, ein simpler Mauervorsprung, in einer Wasserdichten Tüte an einem Baum hängend oder in einem Geocache – der Kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt. Erfahrungen zeigen das gerade die besonders kreativen Orte eine größere Journaleintragsquote erzielen…

Und wer nicht nur seine Regale leeren will, sondern auch neuen Lesestoff sucht, der sollte sich im deutschen Forum (http://www.bookcrossing.com/forum/14) umschauen, dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten an neuen Stoff zu kommen. Ein umfangreiches deutsches FAQ gibt es unter www.bookcrossers.de, alles andere findet ihr unter www.bookcrossing.com.



dervideospieler kocht 08: Frühlingsrollen

28 08 2011

Letzte Woche hatte ich Lust darauf bekommen, mal zu versuchen selbst Frühlingsrollen zu machen. nicht unbedingt den Teig, aber die Füllung. Und da für Heute Besuch angekündigt war dachte ich mir, dass das doch eine gute Gelegenheit wäre, das auch mal auszuprobieren (Wobei ich normalerweiße NICHT den Besuch als Testobjekte Missbrauche…). Also Samstag noch schnell im Asia-Markt den Teig, Sprossen und anderes Gemüse besorgt, im Supermarkt noch Garnelen und Hähnchenbrust für die Füllung und los gehts.

Bevor man richtig mit dem Rollen loslegen kann muss man so einiges vorbereiten. Zunächst habe ich einige Zwiebeln gehackt und in der Pfanne angeröstet und dann zur Seite gestellt. Dann das gleiche mit etwas Ingwer, einigen Knoblauchzehen und ein wenig Lauchzwiebel (alles zusammen in einer Pfanne vermischt). Dann das Gemüse blanchiert, die Sprossen, die Zuckerschoten, der Choi Sum (oder wie auch immer das grüne Zeug hieß).

Anschließend die Garnelen in kleiner Stücke zerteilt (die waren schon vorgegart, sonst wäre das auch noch fällig gewesen) und in eine Schüssel befördert. Am Schluss das Hähnchenfleisch möglichst in kleine Würfelchen geschnitten in der Pfanne angebraten und mit etwas Pfeffer und etwas Sojasauce schon vorgewürzt. An das Gemüse noch etwas Fischsauce geben.

Jetzt gehts ans Wickeln. Auf jedes Teigblatt habe ich jeweils nochmal ein kleines Stück Teig an die Stelle gelegt, wo die Füllung draufkommt, zur Verstärkung. Darauf sehr dünne etwas Chilipaste (Sambal oder ähnliches), dann etwa von der Ingwer-Knoblauch-Mischung, dann ein paar Sprossen, das Hühnerfleisch, etwas Choi Sum am Schluss noch eine ordentliche Portion der Zwiebeln und ein paar Lauchzwiebelringe. Einmal von unten her einrollen, dann die Seiten nach innen umklappen, Teig etwas befeuchten und komplett aufrollen – und fertig ist das erste Röllchen.

Die Garnelenrollen gehen ganz ähnlich, wieder Paste, Knoblauch-Ingwer-Mischung, Sprossen, Choi Sum und hier nun zusätzlich noch die Zuckerschoten, dann ein paar Garnelenstücke drauf, nur wenig Zwiebeln und schon sind die Gernelenrollen ebenfalls fertig. Wer mag, der streut noch ein paar frische Korianderblätter drüber, darauf habe ich aber aus Rücksicht auf unseren Besuch verzichtet (sonst wären sie mit Sicherheit zum Einsatz gekommen).

Anschließend die Rollen schwimmend im heißen Fett ausbacken und dann mit Sojasauce und/oder Chili Sauce for Chicken genießen. Experiment geglückt, waren wirklich sehr lecker. Ob es sich gelohnt hat, dafür 3 Stunden in der Küche zu stehen? Irgendwie schon…

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The Second Horseman (Kyle Mills)

17 07 2011

Heute Nacht habe ich nach längerer Zeit endlich das Buch “The Second Horseman” von Kyle Mills zu Ende gelesen. Dass es mal wieder so lange gedauert hat, hat aber nicht so viel mit dem Buch zu tun, sondern eher damit, dass ich zu viele zeitintensive Hobbies habe denen ich gegenüber dem Lesen oft Vorrang gebe…

Das Buch handelt von Profidieb Brandon Vale, welcher für einen Diebstahl im Knast sitzt, den er gar nicht begangen hat. Sechs Monate vor seiner regulären Entlassung wird er von (zunächst) Unbekannten aus dem Knast gebrochen, um 200 Millionen US-Dollar in einem Casinoraub zu erbeuten, welche dann wiederum dafür eingesetzt werden sollen um 12 nukleare Sprengsätze von Ukrainischen Händlern zu erwerben und damit irgendwelchen Terroristen zuvorzukommen…

Das Klingt alles ein wenig an den Haaren herbeigezogen und ist es irgendwie auch. Aber zumindest die Planung des Casinoheists und dessen Ausführung sind ausführlich und gut beschrieben, nur das, was darauf folgt, hätte noch ein paar Kapitel mehr brauchen können. Trotzdem wurde ich insgesamt wirklich gut unterhalten und wer die bisherigen Bücher von Kyle Mills mochte (so wie ich), wird vermutlich auch dieses mögen.

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Das Schloss im Himmel (Tenkû no shiro Rapyuta, Japan, 1986) [DVD]

30 06 2011

Anime-Woche Tag 2, Film 3: wenn ich mir meinen Filmstapel so ansehen wird das wohl nicht nur eine Anime-Woche im Allgemeinen, sondern auch eine Studio Ghibli-Woche im Speziellen. Zwar waren die ersten beiden Filme noch von anderen Studios gemacht, dahinter steckten allerdings jeweils die beiden wichtigsten Personen des Studios: Isao Takahata und Hayao Miyazaki. Von letzterem stammt auch der nächste Film, den ich mir im Rahmen der Anime-Woche angesehen habe: Das Schloss im Himmel (Laputa Castle in the Sky).

Dieses Geheimnisvolle Schloss Laputa aus dem Titel ist auch im Film kaum mehr als eine Legende, der nur Träumer und Idioten glauben schenken. Doch warum jagen dann sowohl Regierungsagenten als auch Luftpiraten das Mädchen Sheeta, welche einen mysteriösen Stein an einer Kette um ihren Hals trägt, der besondere Eigenschaften zu haben und irgendwie mit Laputa verbunden zu sein scheint? Sheeta gelingt jedenfalls (zunächst) die Flucht, vor allem auch dank der Hilfe vom jungen Bergbauarbeiter Pazu, dessen Vater als Flieger angeblich Laputa mit eigenen Augen gesehen haben will…

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Was folgt ist eine weitgehend rasante Suche nach Laputa, das aufdecken derer Geheimnisse und das ergründen der Motivation aller beteiligten. Die Geschichte fasziniert, die Charaktere wachsen einem ans Herz, andere lernt man zu hassen, es ist spannend, witzig und actionreich hat aber auch ruhige und rührende Momente. Eigentlich ist für jeden was dabei, und der Film bleibt dabei auch einfach zu verstehen, was ja bei Ghibli nicht unbedingt selbstverständlich ist ;) Ein toller Film und eines der besten Werke Ghiblis. 10/10

Text Copyright: Axel Kothe
Die Filmbilder wurden vom Autor von der deutschen DVD-Veröffentlichung des Films zur Verwendung in diesem Beitrag gecaptured. Das Copyright & Eigentum der Bilder liegt beim jeweiligen Studio/Label. Eine anderweitige Verwendung und/oder Vervielfältigung ist nicht gestattet

Jetzt bei Amazon kaufen: Blu-Ray (Release 8. Juli 2011), Doppel-DVD, DVD



dervideospieler kocht 07: Erdbeertiramisu

20 05 2011

Wie schon bei meinem letzten “dervideospieler kocht”-Eintrag, dem Orangensalat mit Minze, ist das kochen hier etwas übertrieben, die Küche bleibt kalt. Passend zur gerade startenden Erdbeersaison habe ich dieses Mal ein sehr leckeres Erdbeertiramisu gemacht und das in Bildern festgehalten.

Für ca. 8 Portionen braucht man:
1kg Erdbeeren
500g Mascarpone
200g Joghurt
150g Puderzucker
6EL Orangenlikör
1 Zitrone
Löffelbiskuits (je nach Form eurer Form…)

Als erstes werden die Erdbeeren gewaschen.

Eine Hälfte davon grob zerkleinern, 60g Puderzucker hinzugeben, 4EL Orangenlikör und den Saft der Zitrone. Das wird alles fein mit dem Stabmixer püriert und zur Seite gestellt.

Die restlichen Erdbeeren in Scheiben schneiden und ebenfalls zur Seite stellen.

Den Mascarpone in eine Schüssel geben, den restlichen Puderzucker dazu, Joghurt dazu, sowie 2EL vom Orangenlikör. Das alles jetzt mit dem Schneebesen gut verrühren bis eine gleichmäßige Masse entsteht. (Wer sein Tiramisu etwas lockerer, fluffiger haben möchte kann noch einen Becher Sahne schlagen und die hier unter die Masse unterheben, ich verzichte darauf, weil das Zeug eh schon fett genug ist und ich es gerne mag wenn die Masse ein wenig saftiger ist…)

So, jetzt wird geschichtet. die Form groß genug wählen, dass auch alles reinpasst (meine hat gerade so gereicht…). Unten auf den Boden der Form kommt eine Lage Löffelbiskuit, darauf etwas von der Erdbeersauce, darauf die Mascarponecreme und schließlich eine Schicht Erbeerscheiben. Dann geht es wieder von vorne los. Über der letzten Schicht verteile ich den restlichen Mascarpone und verzieren den noch mit etwas Erdbeersauce.

Jetzt noch etwas Geduld! Den ganzen Pott abgedeckt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank und dort durchziehen lassen (der Löffelbiskuit muss noch etwas aufweichen).

Fertig! Genießen und nicht zu viel über die Kalorien nachdenken (alleine der Mascarpone in diesem Rezept hat rund 2000kcal…)

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The Little Norse Prince (Taiyou no ouji Horusu no daibouken, Japan, 1968) [DVD]

12 05 2011

Anime-Woche Tag 2, Film 2: Nachdem ich an Tag 1 das Spielfilmregiedebut von Ghibli-Meister Hayao Miyazaki gesehen hatte, ist an Tag 2 das Debut von Ghibli-Kollege Isao Takahata dran: The Little Norse Prince (oder auch Hols: Prince of the Sun und andere Titel) von 1968. Kann der über 40 Jahre alte Film auch heute noch überzeugen?

Es ist die Geschichte von Hols, einem jungen der einsam mit seinem Vater lebt. Als dieser im Sterben liegt erzählt er ihm von den anderen Menschen und seinem Heimatdorf, das von Grunwald, dem Eiskönig zerstört wurde. Und er sagt ihm, dass es falsch war zu fliehen, und er zurück zu den anderen Menschen reisen soll. Zusammen mit seinem Bären Coro und dem Schwert der Sonne, das Hols aus der Schulter eines Steinriesen gezogen hat, macht sich Hols also auf die Reise. Doch Grunwald hat andere Pläne. Er muss verhindern, dass Hols das Schwert neu schmiedet und damit Grunwald besiegt. Entweder wird Hols zum Verbündeten oder er muss sterben…

So leicht lässt sich Hols aber nicht zum Schergen des Bösen machen oder töten, und schafft es schließlich in das Dorf der Menschen, wo er auch bald viele neue Freunde hat. Doch die Idylle hält nicht lange, Grunwald hat seine Spione überall. Und was hat es mit der mysteriösen Hilda auf sich, das schöne, junge Mädchen mit der wundervollen Stimme, das Hols aus ihrem zerstörten, einsamen Ort mit ins Dorf bringt?

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Takahatas erster Spielfilm ist ein von Anfang bis Ende durchgehend spannender und toll erzählter Film über den Menschen, Verrat, Liebe, Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Die Animationen sind über weite Strecken auch heute noch ansehnlich, nur einige ansonsten sehr aufwendige Szenen, wie der Angriff der Wölfe auf das Dorf wurden nur sehr reduziert oder gar nicht animiert. Hier musste offensichtlich etwas gespart werden, was etwas schade ist, denn ansonsten sieht der Film auch nach über 40 Jahren noch sehr ansprechend aus.

Im Gegensatz zu Cagliostro hat es der Film noch zu keiner deutschen Veröffentlichung gebracht, was doch sehr schade ist. Es ist zwar kein Meisterwerk, aber doch eine sehr schön erzählte Geschichte die auch heute noch überzeugen kann, trotz der vielleicht inzwischen etwas veralteten Animation. Zum Glück gibt es immerhin eine englische DVD (japanischer Mono Ton mit englischen Untertiteln) welche ich jedem Animefan ans Herz legen möchte – es lohnt sich. 7/10

Text Copyright: Axel Kothe
Die Filmbilder wurden vom Autor von der englischen DVD-Veröffentlichung des Films zur Verwendung in diesem Beitrag gecaptured. Das Copyright & Eigentum der Bilder liegt beim jeweiligen Studio/Label. Eine anderweitige Verwendung und/oder Vervielfältigung ist nicht gestattet

Jetzt bei Amazon kaufen: DVD



Das Schloss des Cagliostro (Rupan sansei: Kariosutoro no shiro, Japan, 1979) [DVD]

9 05 2011

Eigentlich hatte ich nach der Western-Filmwoche schon länger auch eine Anime-Woche geplant, doch nach den schrecklichen Ereignissen in Japan hatte ich da irgendwie gar keine Lust mehr drauf. Nachdem ich jetzt aber drei wundervolle Tage in Frankfurt auf der Nippon Connection verbracht und dort auch sehr gute Animes gesehen habe, hat mich die Lust auf Animes wieder gepackt. Der Wahl des ersten Films der Woche fiel auf Hayao Miyazakis Spielfilmdebut, “Das Schloss des Cagliostro”.

Protagonist des Films ist Lupin der Dritte, ein Meisterdieb, der bei seinem letzten Casino-Raub statt echtem Geld nur Falschgeld erwischt hat. Daraufhin beschließt er, der Fälscherbande auf die Schliche zu kommen, welche im kleinsten Staat der Welt, Cagliostro, vermutet wird. Kaum dort angekommen geraten er und Partner Jigen auch schon mitten in eine Verfolgungsjagd zwischen einer hübschen jungen Frau und einer Gruppe von Agenten – die trotz seines Eingreifens am Ende doch die Frau gefangen nehmen und in die Burg von Cagliostro bringen. Was hat es mit dieser jungen Frau auf sich? Welches Geheimnis hütet der Graf von Cagliostro? Und was ist dieser Schatz, von dem die Legenden sprechen?

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Viele Fragen, welche im Laufe der actionreichen, witzigen und sehr unterhaltsamen Mangaverfilmung von Miyazaki alle beantwortet werden. Bunt, schrill, gut animiert, ich hatte mit dem Film, der 2006 erstmals ungeschnitten in Deutschland erschien, sehr viel Spaß. Die deutsche Veröffentlichung von Anime Virtual ähnelt von der Aufmachung her übrigens sehr den Studio Ghibli – Veröffentlichungen von Universum und passt sich so hervorragend in die Sammlung ein – hier wurde eindeutig mitgedacht, sehr schön! 8/10

Text Copyright: Axel Kothe
Die Filmbilder wurden vom Autor von der deutschen DVD-Veröffentlichung des Films zur Verwendung in diesem Beitrag gecaptured. Das Copyright & Eigentum der Bilder liegt beim jeweiligen Studio/Label. Eine anderweitige Verwendung und/oder Vervielfältigung ist nicht gestattet

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dervideospieler trifft auf Al Lowe beim Festival of Games in Utrecht

7 05 2011

Dass dervideospieler ein großer Fan von klassischen Grafikadventures aller Art ist sollte der regelmäßige Leser inzwischen gemerkt haben. Angefangen hat diese Liebe für das Genre schon in sehr jungen Jahren Ende der 80er, als mein Bruder auf seinem PC XT (den ich später bekommen habe) King’s Quest, Space Quest, Leisure Suit Larry und co. gespielt hat (und mich hat zusehen lassen). Damit haben gerade die Spiele von Sierra On-Line einen besonderen (und besonders großen) Platz in meiner Adventuresammlung.

So könnt ihr euch sicher vorstellen, dass ich die Chance einen der charismatischsten Advneturedesigner dieser Ära, Al “Leisure Suit Larry” Lowe, persönlich zu treffen auf keinen Fall ausschlagen konnte als sich mir die Gelegenheit bot. Zusammen mit einem Redakteur der Adventure-Treff.de Redaktion bin ich auf das Festival of Games nach Utrecht (Holland) gefahren, wo wir beide einen Interviewtermin mit Al ausmachen konnten, der dort die Eröffnungsrede der Veranstaltung halten sollte.

Nach der Eröffnungsrede, bei der Al über seine Zeit bei Sierra, den Entwicklungsprozess von Larry und der fehlenden Persönlichkeit heutiger Computerspielproduktionen sprach war es also so weit. Wir hatten den zweiten Termin mit Al, und mit 45 Minuten auch den längsten… gut gemacht, Sascha ;) Das komplette Interview sollte eigentlich recht bald bei Adventure-Treff.de zu sehen sein, deswegen spar ich mir jetzt einfach mal die Inhalte und sage einfach nur: Al Lowe ist ein hochinteressanter Gesprächspartner, beim dem die 45 Minuten wie im Fluge vergingen und wir sicher nochmal so lange vor allem ihm zuhören hätten können. Und auch sonst hatte sich der sehr nette Eindruck, den Al in anderen Interviews und Berichten machte hier wieder einmal bestätigt.

Zum Schluss konnte ich es natürlich nicht lassen und habe mir noch drei Spiele aus meiner Sammlung von Al signieren lassen, die jetzt natürlich einen Ehrenplatz in meiner Sammlung einnehmen. Auch wenn das Treffen viel zu kurz und der Tag anstrengend war, der Weg nach Holland hat sich definitiv für uns gelohnt. Danke Al!

Den Link zum Interview liefere ich dann noch nach. Hier schonmal ein paar Bilder die ich gemacht habe, sowie meine drei neuen Schätze ;)

dervideospieler trifft auf Al Lowe beim Festival of Games in Utrechtdervideospieler trifft auf Al Lowe beim Festival of Games in Utrechtdervideospieler trifft auf Al Lowe beim Festival of Games in Utrechtdervideospieler trifft auf Al Lowe beim Festival of Games in Utrecht
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