Nippon Connection 2012 Frankfurt am Main (2.5.-6.5.2012)

27 05 2012

Nach den Fantasy Filmfest Nights und dem Cine-Maniacs war dervideospieler Anfang Mai bereits auf seinem dritten Filmfestival dieses Jahres: Die Nippon Connection hat wieder nach Frankfurt am Main geladen. Die Nippon Connection ist das größte Festival für japanische Filme außerhalb Japans und kann immer wieder mit internationalen Premieren und vielen Stargästen aufwarten. Der Themenschwerpunkt der diesjährigen Nippon Connection ergab sich ganz von alleine aufgrund der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan im letzten Jahr, die von vielen Regisseuren in ihren Filmen verarbeitet wurden. Trotz allem kamen aber all die lustigen, grotesken oder Sperrigen Filme, die man auf einem solchen Festival erwartet, nicht zu kurz.

Doch bevor man sich den Filmen hingeben konnte musste man eine Anfangs fast unüberwindbar scheinende Hürde überwinden: Den Ticketkauf. Wollte man am Mittwoch ein Ticket an der Abendkasse kaufen musste man rund 2 Stunden in der brütenden Sonne in der Schlange stehen – kein überzeugender Einstand für das neue Ticketsystem das dieses Jahr erstmalig zum Einsatz kam. Das bisherige war wesentlich effizienter und es ist zu hoffen, dass das Nippon Connection Team für nächstes Jahr eine bessere Lösung finden kann.

Im Gegensatz zu den zuvor genannten Festivals wird die Nippon Connection ehrenamtlich organisiert und findet zum größten Teil auf dem Gelände der Universität Frankfurt statt. Es sorgte eine ganze Armee von ehrenamtlichen Helfern dafür, dass das Festival, mit Ausnahme der Ticketsituation am Mittwoch, über weite Strecken relativ reibungslos über die Bühne ging. Diesen Helfern, der vorhandenen Location und den zahlreichen Sponsoren ist es wohl auch zu verdanken, dass die Ticketpreise mit 5,50€ – 6,50€ (Studenten 1€ weniger) für ein solches Festival angenehm niedrig ausfallen. Dafür nimmt man auch die nicht ganz so bequeme Bestuhlung der Vorführräume in Kauf.

Die Nippon Connection besteht aus vier großen Einheiten: Im Nippon Cinema werden größere japanische Kinoproduktionen im großen Kinosaal gezeigt. Bei diesen Filmen werden per Stimmzettel die Zuschauermeinungen abgefragt und am Ende der Gewinner des Nippon Cinema – Awards gekürt. Im kleinen Nippon Visions-Saal zeigt das Festival bevorzugt Independent-Produktionen und Kurzfilme. In Sachen Ton- und Bildqualität oft weit hinter den Nippon Cinema – Beiträgen und auch oft mit Laienschauspielern besetzt, gibt es hier hin und wieder echte Perlen und Geheimtipps zu entdecken. Hier entscheidet eine Jury über den besten Filmbeitrag. Abseits des Festivalgeländes zeigt das Kino im deutschen Filmmuseum in der Reihe Nippon Retro japanische Filmklassiker die in diesem Jahr alle unter dem Thema „Protestkultur in Japan“ einzuordnen waren. Letzter großer Block ist das Rahmenprogramm, das unter dem Begriff Nippon Culture zusammengefasst wird. Partys, Konzerte, Kochkurse, Trommel-Workshops, Tee-Zeremonie, eine Kaligraphie-Ausstellung und vieles mehr kann man als Besucher abseits der Filmvorführungen entdecken. Es gibt also mehr als genug zu tun und zu entdecken während der fünf Veranstaltungstage und nicht selten wird man sich zwischen zwei Programmpunkten entscheiden müssen (zum Glück werden einige der Nippon Cinema – Filme im Kino Orfeo’s Erben wiederholt, was die Situation ein wenig entspannt…).

Mittwoch:

Der erste Abend der Nippon Connection beginnt mit nur einer handvoll Programmpunkte. Aus den vier Filmen habe ich mir Half Virgin and Zero Man (Nippon Visions) von Regisseur Sakichi Sato (Tokyo Zombie) herausgepickt. Unser Protagonist Kenichiro wacht eines Tages in Polizeiuniform gekleidet auf, kann sich aber weder daran erinnern, wer er ist, noch daran, dass er Polizist ist oder wo er wohnt. Noch seltsamer ist allerdings, dass er auf der Stirn anderer Menschen seltsame Zahlen sieht, wenn er sexuell erregt ist. Was haben diese Zahlen zu bedeuten? Und warum prangt auf seiner eigenen Stirn eine große Null? Diesen absurden Fragen geht der Film auf amüsante Art nach und hinterlässt die Zuschauer mit einem großen WTF im Gesicht wenn die Saallichter wieder angehen. Ein herrlich grotesker Film der mit einigen Längen zu kämpfen hat und für mich nur sehr schwer zu bewerten ist… deswegen die Wertung: WTF/10 ;)

Donnerstag:

Weiter geht es mit Sukiyaki (Nippon Cinema). Wie der Titel schon verrät dreht sich in diesem Film fast alles nur ums Essen. Und zwar genauer um Geschichten über das Essen. Fünf Gefängnisinsassen teilen sich eine Zelle und verbringen sich die Zeit mit einem Spiel: Jeder erzählt den anderen von seinem Besten Mahl, das er ja zu sich genommen hat. Es gewinnt das Spiel, wer die meisten anderen Insassen mit seiner Geschichte dazu bringen kann vor lauter Wasser, das im Mund zusammengelaufen ist, schlucken zu müssen… Und der Gewinner darf sich dann beim Neujahrsfestmahl von der Ration der anderen Mitspieler etwas aussuchen. Sukiyaki hat mir seinen unterschiedlichen Geschichten und den tollen Schauspielern überraschend gut gefallen, und nicht nur einmal musste auch ich dank der leckeren Bilder schlucken ;) Einzig eine der Geschichten die mit einer recht umfangreichen Liebesstory daherkam hätte etwas kürzer ausfallen sollen. Trotzdem insgesamt ein sehr schöner Film (mit toller Musik, die leider etwas übersteuert aus den Lautsprechern dröhnte) der mir eine 7/10 wert ist.

Anschließend folgte für mich nach einer kleinen Pause die erste „Nippon Culture“ Veranstaltung: Nippon Heimkino. Die Trash-Experten Jörg Buttgereit und Thilo Gosejohann laden ein zu einem gemütlichen Heimkino-Abend mit Bier, Chips und einem Überraschungs-Trash-Film den die beiden dann parallel kommentieren. Hört sich nach einem Riesen-Spaß an, war auch nicht schlecht, aber irgendwie ist der Funke nicht richtig über gesprungen. Lags am Film (Housu) oder den etwas lustlos und unvorbereitet wirkenden Gastgebern?

Den Tagesabschluss macht dann schließlich Saya Zamurai (Nippon Cinema). Der alte und inzwischen recht gebrechliche Samurai Kanjuro wird nach dem Verrat an seinem Herren zum Gesetzlosen erklärt und ist zusammen mit seiner Tochter auf der Flucht. Als er dann schließlich doch gefangen genommen wird erhält er eine letzte Chance seiner Todesstrafe zu entgehen: Er hat 30 Tage Zeit, den Sohn des Herrschers zum lächeln zu bringen. Das hört sich leichter an als es ist, denn bisher hat es keiner der Gefangenen geschafft… Regisseur Hitoshi Matsumoto (der mich bereits mit „Symbol“ begeistern konnte) präsentiert mit dem Saya Zamurai wieder einmal eine schrullige Komödie mit viel Herz. Lange nicht so verrückt wie Symbol, und dank einiger Längen auch nicht ganz so gut, aber auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film. 8/10.

Freitag:

Die! Directors, Die! (Nippon Visions): Oh Mein Gott, was war denn das? Gruselig schlechtes Amateurfilmchen das sich mit 72 Minuten wie 2 Stunden angefühlt hat. 1/10 für die Baby-an-der-Nabelschnur-Szene. Mehr Worte verschwende ich für diesen Trash nicht…

A Honeymoon in Hell: Mr. and Mrs. Oki’s Fabulous Trip (Nippon Cinema): Na das ist doch mal besondere Flitterwochen: Statt in die Karibik oder sonstige Standardziele reisen die beiden frisch vermählten Protagonisten dieses Films in die Hölle! Die ist zwar ganz anders, als man die sich hierzulande vorstellt, aber trotzdem ein sehr seltsamer, teils fantastischer Ort. Wie viele andere Filme in diesem Jahr ist auch A Honeymoon in Hell ein wenig langatmig und würde von einer kürzeren Laufzeit nur profitieren. Nett, mehr aber nicht: 6/10

The Woodsman and the Rain (Nippon Cinema): Das Problem der Langatmigkeit hat The Woodsman and the Rain trotz der 129 Minuten Laufzeit nicht. Da der Film den Nippon Cinema Award gewonnen hat war ich wohl offensichtlich nicht der Einzige der dieser Meinung war… Der 60-jährige Katsu, Holzfäller von Beruf, stolpert zufällig in das Set eines Zombiefilms. Am Anfang genervt, weil er seiner Arbeit nicht weiter nachgehen kann und der Produzent ihn als Infozentrale über den Ort ausnutzt, wird er immer mehr vom Film und seinem jungen Autor und Regisseur in den Bann gezogen. Ein wahnsinnig schöner, lustiger und warmherziger Film über eine Freundschaft zwischen zwei völlig unterschiedlichen Typen. DAS Highlight des Festivals! 10/10

Samstag:

Children Who Chase Lost Voices From Deep Below (Nippon Cinema): Ein Anime darf natürlich nicht fehlen, und nachdem im letzten Jahr mit Arrietty und Colorful zwei absolute Highlights gezeigt wurden waren meine Erwartungen auch in diesem Jahr groß. Und sie wurden nicht enttäuscht: Makoto Shinkai bezaubert mit seinem neuesten Werk ein weiteres Mal mit einem ergreifenden Film über Freundschaft, Vergänglichkeit und Trauer mit atemberaubenden Bildern und traumhafter Musik. 9/10

Rakugo – japanische Erzählkunst (Nippon Culture): Till Weingärtner bringt die traditionelle Erzählform des Rakugo nach Deutschland. Dabei kniet der Erzähler vor dem Publikum und spielt seine Geschichten und übernimmt dabei mehrere Rollen. Eine schöne Abwechslung zum Filmalltag des Festivals.

Benshi-Brilliance! (Nippon Culture): Noch etwas, was man so nicht alle Tage erlebt: Ichiro Kataoka ist ein Benshi, ein Filmerzähler. Während im Hintergrund ein alter schwarz-weißer Stummfilm läuft erzählt der Benshi die Geschichte des Films (zumindest so, wie er sie interpretiert). Super!

Deadball (Nippon Cinema): Da ist er endlich, der obligatorische Spaß-Trash-Film der bei einem japanischen Filmfestival nicht fehlen darf! Sadistische Nazis, tödliche Baseballs, Blutfontänen, explodiere Körperteile, Psycho Butcher Girls… das sollte eigentlich als Beschreibung reichen, den Plot kann man auch getrost vergessen. Leider konnte der Film meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, dafür hat sich das Spiel am Ende irgendwie zu lange gezogen und die Protagonisten waren mir zu egal… 7/10

Sonntag:

onedotzero: j-star 11 (Nippon Visions): onedotzero ist eine internationale Plattform für digitale Kunst und Design. In dieser Kollektion sind die besten Beiträge japanischer Künstler zu diesem Projekt versammelt, insgesamt 20 kurze Filmchen. Wie bei allem Kurzfilmsammlungen ist die Qualität sehr unterschiedlich, insgesamt aber doch sehr nett anzusehen und niemals langweilig. 6/10

Encounters & Dressing Up (Nippon Visions): Hier wurden zwei kürzere Filme hintereinander gezeigt. Encounters ist ein typischer Monster-Film der aber komplett mit Puppen und Spielzeug-Monstern gedreht wurde. Die Idee alleine sorgt schon für einige Lacher, der Film selbst hat letztendlich aber nicht genügend neue Ideen um vollends zu begeistern. Spaß macht er aber. 6/10. In Dressing Up begleiten wir eine 13-jährige Schülerin welche zu übertriebener Gewalt neigt wenn sie sich anderen Schülern streitet. Bald erfährt sie, dass auch ihre verstorbene Mutter ähnliche Probleme hatte und in psychatrischer Behandlung war. Wirklich überzeugen konnte mich auch dieser Film nicht, er hatte aber ein paar gute Ideen und war spannend genug dass ich am Ende doch wissen wollte, wie er endet. 5/10

Love Strikes! (Nippon Cinema): Mein letzter Film des Festivals war diese sympathische romantische Komödie über eine Loser, eine Jungfrau, welcher die meiste Zeit in seinem Leben damit verbringt sein Leben auf Twitter zu verbreiten… Auch auf seiner neuen Arbeit wird er alles andere als mit offenen Armen empfangen. Bis er eines Tages eine wunderschöne Bekanntschaft macht, die von seiner Art irgendwie angezogen scheint. Aber warum flirtet sie so mit ihm, wenn sie doch einen Freund hat? 7/10

Fazit:

Nach dem ersten sichten des Programms fürchtete ich noch, dass die Nippon Connection in diesem Jahr weniger für mich brauchbares Material im Angebot hätte als im letzten Jahr. Tatsächlich war es aber so, dass mich die Filme, von denen ich mir mehr erwartet hätte eher etwas enttäuscht haben, während andere Filme, wie The Woodsman and the Rain, den ich mir fast nicht angeschaut hätte, mich vollkommen überrascht haben. Zwar denke ich immer noch, dass das Gesamtpaket im letzten Jahr noch etwas stimmiger war, sich das Festival aber auch in diesem Jahr gelohnt hat und ich es auch im kommenden Jahr fest eingeplant habe. Ein ganz großer Dank geht auch an all die fleißigen ehrenamtlichen Organisatoren und Helfer, die da ein echt massives Event auf die Beine gestellt haben.



Cine-Maniacs 2012

26 03 2012

Vor erst einer Woche fanden die Fantasy Filmfest Night in Stuttgart (und München) statt, und schon hat dervideospieler das nächste Filmfest besucht. Dieses mal ein wesentlich kleiner, viel unbekannteres, nämlich das Cine-Maniacs 2012, tief in der bayrischen Provinz, in Türkheim im Unterallgäu.

Das Filmfest in Türkheim, dass dieses Jahr bereits zum 16. Mal stattfand, zeichnet sich vor allem durch seine extrem familiäre Atmosphäre aus. Da steht der Veranstalter Kai Erfurt noch selbst hinter der einzigen Theaterkasse und begrüßt die Gäste seines Babys… und es zeichnet sich durch seine Unberechenbarkeit aus, denn die Filme, die auf dem Filmfest gezeigt werden, sind im Vorfeld nicht bekannt, es gibt nur einige sehr vage Hinweise auf der Homepage – wobei uns Kai auf Nachfrage zumindest verraten hat, dass wir uns Juan of the Dead auf dem Fantasy Filmfest nicht anschauen brauchen… und durch die Abwechslung, denn die Filme weigern sich, alle in irgendeine gemeinsame Kategorie gesteckt zu werden. Und last but not least zeichnet es sich durch die überaus fairen Preise aus. 15,50€ für 3 Filme (inkl. einem 3D-Film) plus 15 Kurzfilme? Hammer!

Doch nun zum wichtigsten eines jeden Filmfests: Den Filmen. Die ganzen Kurzfilme habe ich mir mal wieder nicht merken können, es war aber wieder von naja bis brillant alle Qualitätskategorien mit dabei. Besonders viel gelacht hat der Saal bei Bad Toys II, eine französische Produktion welche die Filme Michael Bays auf die Schippe nimmt. Außerdem haben wir einen rund 13minütigen Ausschnitt aus Proll Out gezeigt bekommen, der ebenfalls einen sehr guten Eindruck machte… Wie gewohnt waren auch wieder einige junge Filmemacher zu Gast die ihre Werke vorgestellt haben und es wurde eine ganze Tüte mit DVDs und Blu-Rays unter den Zuschauern verlost…

Erster Langfilm war The Grey mit Liam Neeson. Eine Flugzeug mit Arbeitern einer Ölfirma stürzt in der Wildnis Alaskas vom Himmel. Den wenigen Überlebenden macht mit nicht nur das eisige Wetter und Schneestürme zu schaffen, sondern vor allem ein sehr hungriges und aggressives Pack Wölfe, welches die Gunst der Stunde nutzt. Spannung ist also garantiert und die guten Schauspieler sorgen auch dafür, dass die angespannte Gruppendynamik nicht am Zuschauer vorbeigeht. 7/10

Danach ging es rasant in die dritte Dimension, und das meine ich auch so. Denn TT3D – Closer to the Edge ist eine unglaublich packende Dokumentation über das wohl bekannteste Motorradrennen der Welt, die Isle of Man TT. Dabei steht im Fokus der charismatische Rennfahrer Guy Martin der nach mehreren Podiumsplätzen nun endlich mal ganz oben stehen möchte. Viele tolle Aufnahmen in 3D vermitteln das besondere Gefühl der Tourist Trophy. Eine absolut empfehlenswerte Dokumentation, die leider keinen deutschen Kinostart hat. 8/10

Und zum Abschluss gab es noch die deutsche Fassung des vom Fantasy Filmfest Nights bekannten kubanischen Zombie-Splatterfilms Juan of the Dead. Zombies infizieren Kuba und statt in Panik zu auszubrechen haben Juan und seine Freunde eine bessere Idee: Sie gehen in den Dienstleistungssektor und beseitigen infizierte Familienmitgleider gegen eine kleine Gebühr – Anruf genügt… Sehr unterhaltsam, lustig und actionreich und damit ein perfektes Ende für eine wirklich tolle Nacht im Filmhaus Huber. 8/10

Um 5 Uhr in der früh war das ganze dann vorbei und wir machten uns müde, aber glücklich auf unseren eineinhalbstündigen Heimweg.



Fantasy Filmfest Nights 2012

23 03 2012

Alle Jahre wieder im März steigen die Fantasy Filmfest Nights, der kleine Ableger des beliebten Fantasy Filmfest, das die Liebhaber des besonderen Films jedes Jahr im Sommer in die Festivalstädte lockt. Derviedeospieler war auch dieses Mal wieder in Stuttgart dabei und hat sich eine handvoll Filme angesehen.

Rosewood Lane – Eine Psychologin mit eigener Radio-Show zieht in das alte Elternhaus, in dem sie von ihrem Vater misshandelt wurde. Doch nicht nur die Erinnerungen machen ihr zu schaffen, sondern auch der mysteriöse Zeitungsjunge, der die gesamte Nachbarschaft zu terrorisieren scheint… und es jetzt auf die Newcomerin abgesehen hat. Die Polizei ist machtlos und auch die Nachbarn sind keine Hilfe in dem mörderischen Spiel… Gut gespielt, spannend, am Schluss aber zu vorhersehbar. 6/10

Chronicle – Drei Highschool-Jungs entdecken ein seltsames leuchtendes Ding in einem Loch im Waldboden. Als sie am nächsten Tag aufwachen bemerken sie, dass die telekinetische Kräfte haben und Gegenstände allein durch Gedankenkraft bewegen können. Als sie mehr über das komische Ding herausfinden wollen sehen sie, dass der gesamte Tunnel eingestürzt ist und die Stelle abgesperrt. Nach und nach lernen sie ihre neu gefundenen Kräfte zu beherrschen… Das ganze ist im Found-Footage-Stil a là Cloverfield gefilmt, wobei die Filmemacher dabei einige sehr clevere Ideen hatten, wie sie dennoch interessante und ungewöhnliche Kamerawinkel verwenden konnten. Für mich das Highlight des Festivals. Viele tolle Ideen, cool umgesetzt, gute Story. 9/10

The Prodigies 3D – Computeranimierter Film über 5 Supergenies die dank ihrer überlegenen Brainpower ebenfalls über telekinetische Kräfte verfügen…. Sehr stylisch, interessante Story. 8/10

Love – Ein Astronaut wird auf die ISS geschickt und plötzlich bricht aller Kontakt zur Erde ab. Uiiii. Schwierig. In weiten Teilen könnte der Untertitel lauten: Im Weltraum hört dich niemand schnarchen, so langweilig ist es bisweilen. Trotzdem kann ich dem ganzen nicht jegliche Faszination absprechen. Vorerst nur eine 3/10

The Theatre Bizarre – Eine Ansammlung von 6 verschiedenen Kurzfilmen, eingebettet in eine kleine Rahmenhandlung. Von peinlich schlecht über unpassend bis hin zu toll reicht die Bandbreite, insgesamt fand ich die Sammlung aber durchaus sehenswert. 6/10

Die restlichen Filme habe ich mir nicht angesehen – und habe, laut meiner Begleitung mit Dauerkarte, auch kaum was verpasst. Juan of the Dead soll sehr witzig gewesen sein (den schaue ich mir am Samstag auf dem Cine-Maniacs-Festival in Türkheim an, sonst hätte ich den auch angesehen), We Need To Talk About Kevin ebenfalls SEHR gut, aber eher unangenehm zum anschauen (und auch nicht unbedingt passend fürs FFF), Sleep Tight hat er gehasst, ebenso Childish Games. Livid auch eher nur durchschnitt. Aber wie gesagt: Keine Ahnung, ich selbst hab sie nicht gesehen.



Kinotipp: Summer Wars

14 08 2010

Hier mal ein schneller kleiner Kinotipp: Seit Donnerstag läuft Summer Wars in den deutschen Kinos, ein Anime der mir wirklich ausgezeichnet gut gefallen hat (hatte das Glück ihn schon auf den Fantasy Filmfest Nights sehen zu dürfen). Unglaublich witzig, spritzig und durchaus auch nett anzusehen. Ist von der Art  her sehr ähnlich wie „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang„, den ich hier im Blog ja auch schon häufiger lobend erwähnt habe ;) Ist auch kein Wunder, bei beiden hat Mamoru Hosoda Regie geführt…



Fantasy Filmfest Nights 2008 – Tag 2

14 04 2008

Und hier nun der Bericht zum zweiten Tag der Fantasy Filmfest Nights in Stuttgart. An diesem Tag hatte ich mir nur zwei Filme ausgesucht, Eden Log und Sukiyaki Western Django. Nach der äußerst positiven Filmausbeute vom Samstag hatten es die Filme natürlich schwer, sich positiv in meinem Hirn einzubrennen… und es ist ihnen nicht gelungen, so viel schon einmal vorneweg.

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Fantasy Filmfest Nights 2008 – Tag 1

13 04 2008

Alle Jahre wieder, da kommen die Fantasy Filmfest Nights nach Stuttgart. Und mit ihnen auch dervideospieler, der sich dann ein paar schöne Kinostunden gönnt. Der erste Tag ist nun vorbei, und die Eindrücke noch frisch – beste Voraussetzung um noch kurz ein paar Worte zu den Filmen zu verlieren.

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Transformers (USA, 2007)

11 08 2007

Gestern hat sich dervideospieler mal der Masse angeschlossen und ist mit seiner Frau in den neuesten Kinohit von Erfolgsregisseur Michael Bay gegangen: Transformers, die Realfilmumsetzung zum Kinderspielzeug…

Dass bei einer solchen Ausgangssituation kein hoch anspruchsvoller Film herausgekommen ist, ist wohl jedem klar. Aber ein sehr unterhaltsamer Actionstreifen mit Humor, tollen Effekten, martialischen Roboterschlachten, coolen Autos und hübschen Frauen, das ist doch auch schon was, oder nicht? Eben, und genau das bietet Transformers, nicht mehr und nicht weniger. Ob das Ding einen Hardcorefan zufriedenstellt, dass kann ich nicht sagen, denn ich muss gestehen, das Zeug habe ich als Kind erfolgreich ignoriert und hatte somit praktisch null Kontakt mit den Robotern, die sich in Autos verwandeln können. Aber auch als Nichtkenner der Vorlage kann man den Film genießen, wenn man das Hirn an der Kinokasse abgibt und einfach nur Spaß haben will. 7/10



Fantasy Filmfest 2007

31 07 2007

Dieses Wochenende war es wieder soweit, der jährliche Kino-Pflichttermin für den videospieler stand wieder an: Das Fantasy Filmfest in Stuttgart. Zwar leider, wie schon im letzten Jahr wegen nicht verschiebbarer Termine wieder nur 2 Tage und damit nur 7 Filme, trotzdem bin ich zufrieden – auch wenn die Filmauswahl heuer nur sehr durchwachsen war und das echte, typische Highlight irgendwie fehlte. Doch nun zu den Filmen:

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Erste bewegte Bilder von Rambo 4

19 05 2007

Ain’t It Cool News hat erste bewegte Bilder zu Stallones Rambo 4 veröffentlicht, die keinen offiziellen Trailer darstellen sollen, sondern nur eine schnell gemachte Aneinandereihung von aktuellem Filmmaterial sind. Eins jedenfalls lässt sich schon erkennen: Das Ding wird, wenn es denn so bleibt und nicht noch kräftig geschnitten wird, ein SEHR blutiger Streifen. Aber überzeugt euch selbst (ACHTUNG: AB 18!):

Ain’t It Cool News – Stream (Quicktime/mov) derzeit stark überlastet

bzw.

Download bei Rapishare (avi)



Fantasy Filmfest Nights 2007

17 03 2007

Dieses Wochenende starteten in Stuttgart, Nürnberg und München die diesjährigen Fantasy Filmfest Night, der kleine Bruder des legendären Fantasy Filmfests. Und da auch dervideospieler ein Fan dieser Veranstaltung ist, musste er trotz Diplomstress zumindest an einem Tag nach Stuttgart fahren und zwei Filme ansehen: Dog Bite Dog und Turistas. Lesen »