Max Payne (USA, 2008) [BLU-RAY]

5 04 2010

Zu Anfang gleich ein Geständnis: Ich habe die beiden Max Payne Spiele, die hier als Vorlage dienen, nicht gespielt (bzw. den ersten Teil mal 5 Minuten). Hat sich irgendwie nie ergeben. Dementsprechend kann ich nicht wirklich viel dazu sagen, wie die Umsetzung gelungen ist, sondern beschränke mich darauf, wie mir Max Payne als Film gefallen hat.

Max Payne (Mark Wahlberg) ist ein Cop der New Yorker Polizei, welcher sich nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau und seines Kindes in die “Cold Case”-Unit versetzen lässt, um auf eigene Faust im Fall zu ermitteln. Dabei lernt er die hübsche Natasha (Olga Kurylenko) kennen, welche exakt das gleiche Tattoo auf dem Unterarm hat, wie einer der Einbrecher und Mörder seiner Familie. Dumm nur, dass sie brutalst ermordet wird bevor sie ihm irgendetwas sagen kann… und er jetzt als Hauptverdächtiger im Kreuzfeuer der Polizei, Natashas Schwester (eine Profikillerin, gespielt von Mila Kunis) und einer Drogendealerbande, welche in die Tat verwickelt zu sein scheint, steht. Und das ist noch lange nicht das ganze Ausmaß seiner Misere…

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Max Payne ist kein Actionfilm. Das könnte man eigentlich vermuten, wenn man die Spiele oder aber auch nur den Trailer kennt. Es gibt einige Actionszenen, die aber nicht besonders aufregend inszeniert sind. Eine Handvoll Slow-Motion-Szenen, wie sie im Spiel vorkommen, gibt es zwar auch, kommen aber zu keiner Zeit an das große Vorbild (für Film & Spiel) John Woo heran. Es ist aber auch kein Film Noir, wie es wiederum das Spiel vormacht. Auch wenn es ein paar Mal angedeutet wird (vor allem am Anfang). Es ist ein Cop- bzw. Rache-Thriller, der einige eher ruhige Momente aufweist, in anderen Szenen aber wiederum den Zuschauer verwirrt. Manchmal nimmt er sich zu viel Zeit, andere Male zu wenig.

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Es ist also ein Film, der eigentlich nicht genau weiß, was er sein will. Ein Film, der durch seltsame Schnitt-Entscheidungen etwas unrund wirkt. Und dadurch sehr viel Potential verspielt. Denn die Story an sich ist sehr gelungen, die schauspielerische Leistung keinesfalls schlecht (wenn auch sehr eindimensional, aber mehr gab das Script wohl nicht her) und eine aufwendige, optisch und vor allem akustisch sehr gelungene Präsentation. Und der Film hat vor allem eines: Eine fantastische Stimmung und extrem dichte Atmosphäre. Das ist schließlich auch der Grund, warum mir der Film trotz all seiner Mängel überraschend gut gefallen hat. 6/10

Text Copyright: Axel Kothe

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Die Filmbilder wurden vom Autor von der deutschen Blu-Ray-Veröffentlichung des Films zur Verwendung in diesem Beitrag gecaptured. Das Copyright & Eigentum der Bilder liegt beim jeweiligen Studio/Label.  Eine anderweitige Verwendung und/oder Vervielfältigung ist nicht gestattet.

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