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CSI: Unsolved (Other Ocean/Ubisoft, Nintendo DS, 2010)

Die CSI-Spiele auf dem PC sind nicht nur dank Entwickler Telltale den Genrefreunden wohlbekannt, wenn auch nicht unbedingt geliebt. Dass es aber auch drei CSI-Spiele für den Nintendo DS gibt, gerät oft in Vergessenheit. Während der erste DS-Titel noch eine Umsetzung des zweiten PC-Abenteuers Dark Motives war, waren die nachfolgenden Titel CSI: Tödliche Absichten – Die geheimen Fälle und CSI: Ungelöste Fälle eigens für das Handheld entwickelt worden.

Der Neue

CSI: Ungelöste Fälle basiert auf der neunten Staffel der zu Grunde liegenden Serie, in welcher Gil Grissom das Labor verlassen hat und dieses nun von Catherine Willows geleitet wird. Man selbst übernimmt, wie in den Spielen üblich, die Rolle eines neuen CSI-Ermittlers, der mit jeweils einem der bekannten TV-Kollegen seine ersten 5 Fälle erlebt. Diese sind wie die TV-Fälle voneinander unabhängig und bauen nicht aufeinander auf.

Ermittlungen

Der Aufbau der Fälle ist immer gleich. Nach einem Introvideo werdet ihr an den Tatort geschickt, um dort alle Indizien einzusammeln. Das passiert durch einfaches Abfahren des Screens mit dem Stylus. Wenn etwas genauer untersucht werden kann, wird ein entsprechendes Icon angezeigt. Bei manchen Hotspots kommt dann ein Werkzeug wie eine Pinzette, ein Wattestäbchen, Fingerabdruckpulver und so weiter zum Einsatz, um den Beweis zu sichern. Jeweils drei Werkzeuge bietet das Spiel dem Spieler an und man muss sich für das passende entscheiden. Je nach Werkzeug darf der Spieler dieses auch selbst anwenden. Den Fotoapparat muss man scharf stellen, die Pinzette vorsichtig bedienen und das Fingerabdruckpulver zunächst mit dem Stylus auftragen und dann das überschüssige Pulver durch Pusten in das DS-Mikrofon wieder entfernen. Für das Benutzen lichtempfindlicher Werkzeuge muss der DS zunächst gegen das Licht und dann an einen dunklen Fleck gehalten werden (vor allem ersteres könnte in manchen Situationen schwierig sein).

Labor und Verhör

Hat man alle Beweise eingesammelt, reist man über eine Karte von Las Vegas zurück in das Labor. Dort kann man den Gerichtsmediziner besuchen und die Leiche inspizieren, die Beweise untersuchen oder bei Captain Brass verdächtige Personen zum Verhör laden. Doch zuerst sollte man in das Labor, wo die ganzen eingesammelten Beweise analysiert werden müssen. Das passiert in verschiedenen sehr simplen Minigames, die erst im Laufe des Spiels im Schwierigkeitsgrad leicht ansteigen und somit mehr wie eine Beschäftigungstherapie wirken. Anschließend konfrontiert man mit diesen Funden im Verhör die Verdächtigen. Hier gilt es ähnlich wie in Phoenix Wright, auf die Aussagen der Personen zu reagieren und das entsprechende Indiz zu präsentieren, wenn Unstimmigkeiten auftreten. Im weiteren Verlauf des Falles werden weitere Orte untersucht, Personen verhört und Beweise analysiert, am grundsätzlichen Ablauf ändert sich dabei nichts mehr. Anders als am PC ist es auch nicht so, dass man parallel mehrere Orte untersuchen kann, das Spiel ist 100% linear. Ist der Fall gelöst, erhält man von der Chefin persönlich seine Beurteilung, die abhängig von eurer Gründlichkeit am Tatort, euren Verhör-Fähigkeiten und dem richtigen Einsatz der Werkzeuge ist.

Technik

Grafisch haben sich die Entwickler keine Beine ausgerissen, die Figuren wurden recht comichaft umgesetzt, die Umgebungen zweckmäßig und einfach gehalten. Das kommt letztendlich dem Spieler beim Untersuchen der Tatorte entgegen, wenn es nicht so viele Details hat. DS-typisch ist, dass das Spiel keine Sprachausgabe hatt, und kann ihm eigentlich nicht angekreidet werden kann. Schlecht umgesetzt ist die Kartenfunktion. Warum der Umkleideraum der Sängerin in einem ganz anderen Stadtteil angezeigt wird als die Bühne, auf der sie auftritt, das bleibt wohl ein Geheimnis der Entwickler. Hier kommt der Verdacht auf, dass man sparen und keine weiteren Hintergrundbilder für die Karte erstellen wollte.

Fazit

Die aktuelle DS-Versoftung der CSI-Lizenz ist ähnlich der PC-Fassung deutlich auf den Casual-TV-Kunden zugeschnitten worden, nicht auf den Adventure-Nerd. Tatsächlich fällt es schwer, CSI: Ungelöste Fälle als Adventure einzuordnen, passender wäre die Klassifizierung als interaktiver Roman mit einfachen Minispieleinlagen oder Ähnliches. Die Fälle selbst sind gut geschrieben und sollten jeden Fan der TV-Serie zufrieden stellen.

Ich hatte im Vorfeld nicht unbedingt viel Gutes über die DS-Versoftungen von CSI gehört, allerdings war mir auch klar, dass das bei dieser Lizenz nicht unbedingt etwas zu bedeuten hat. Schließlich gibt es viele Gamer, die diese Mainstream-Serie grundsätzlich ablehnen. Da ich aber die PC-Spiele immer recht gern gespielt hatte und sehr günstig an das englische DS-Modul kommen konnte, habe ich es einfach mal gewagt – und nicht bereut! Spielerisch ist das Gebotene sehr, sehr dünn, nur die Verhöre fand ich diesbezüglich einigermaßen interessant. Trotzdem hat mich das Spiel über die fünf Fälle hinweg gut unterhalten, was einfach daran liegt, dass diese selbst interessant genug waren um mich bei der Stange zu halten. Adventurefans brauchen das Spiel sicher nicht, CSI-Anhänger können aber durchaus einen Blick wagen! 5/10

Text Copyright: Axel Kothe

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Metal Dead (Walk Thru Walls Studios, PC, 2012)


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